Gewürze
Anis, Chili, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskat, Nelken, Paprika, Pfeffer, Vanille, Wacholder, Zimt.
Anis
Eines der ältesten Gewürze, ist süß und würzig und erinnert an Fenchel. Wird im Weihnachtsgebäck verwendet, aber auch in Brot und in Apfelkompott.
Als Tee ist er Schleimlöser, Hustenstiller, lindert Wechseljahrsbeschwerden und fördert den Schlaf.  
Chili
Ist mit dem Gemüsepaprika verwandt und es gibt sie in verschieden Farben und Größen. Sie sind sehr scharf und Hauptbestandteil von Tabasco und Cayennepfeffer. Um die Schärfe zu mildern wäscht man sie unter kaltem Wasser und entfernt alle Kerne.
Chili  wird hauptsächlich in der mexikanischen Küche verwendet, es wirkt antibakteriell, fiebersenkend und anregend, aktviert den Kreislauf und die Verdauung.
Bei übermäßigem Verzehr kann es zu Verdauungsstörungen, Nierenbeschwerden und Schädigungen der Schleimhaut kommen.
Ingwer
Ein beliebtes Gewürz in der schärferen fernöstlichen Küche, paßt aber auch zu pikanten Fleischgerichten und eignet sich für Süßspeisen und in der Weihnachtsbäckerei. Wird frisch, geschält oder gerieben verwendet, aber auch puverisiert, eingelegt und kandiert.
Wirkt bei Erkältungen, Übelkeit und nervösen Magenbeschwerden. Hat eine krampflösende und schweißtreibende Wirkung und unterstützt die Leber.
Kardamom
Eines der ältesten Gewürzpflanze und stammt aus der Familie der Ingwergewächse, ist süßlich-scharf, sowie schwach bitter und erinnert an Eukalyptus. Man kauft ganze Kapseln, die dann frisch gemahlen werden. In arabischen Ländern würzt man Kaffee damit, in Asien würzt man pikante Currys damit und bei uns werden Brote, Kuchen und Weihnachtsplätzchen damit gewürzt.
Wirkt bei Magenbeschwerden, bekämpft Symptome der Milchallergie und gibt frischen Atem.
Koriander
Die Samenkerne sind gelb-braune Kügelchen, die gemahlen oder ganz,  mild-würzig schmecken und kommen aus dem Mittelmeerraum. Man kann aber alle Teile der Pflanze verwenden. Im mittleren Osten verwendet man das Grün zum Würzen pikanter Speisen. Bei uns wird es meist gemahlen oder puverisiert verwendet, zum Würzen von Fleisch, Brot, Pfeffernüssen und Spekulatius.
Wirkt appetitanregend, lindert Entzündungen und Blähungen, stärkt die Nerven und hilft nach körperlicher und seelischer Erschöpfung.  
Muskat
Die Muskatnuß ist der getrocknete Samen des Muskatbaums. Die besten Nüsse liefern die Molukken. Muskat ist bitter-würzig und wird gerieben in kleine Mengen verwendet. Damit würzt man Kartoffelspeisen, Aufläufe, Gemüse, aber auch Pudding, Glühwein, Obst und Kuchen.
Wirkt Rheuma und Gicht entgegen, wirkt bei Schlafstörungen und Blasenschwäche, stärkt die Nerven und hellt die Stimmung auf.
Doch Vorsicht: Größere Mengen rufen Rauschzustände und Vergiftungen hervor. Zwei ganze Nüsse können zum Tod führen.
Nelken
Gehört zu der Familie der Myrtengewächse, ist die getrocknete Blütenknospe des Gewürznelkenbaums und wächst in tropischen Ländern. Wird ganz und gemahlen verwendet, hat einen intensiven Duft und schmeckt feurig-scharf. Wird sparsam verwendet und würzt Braten, Marmeladen, Rotkohl, Glühwein und Weihnachtsgebäck.
Wirkt bei Zahnschmerzen und Magenbeschwerden, regt die Verdauung an und fördert die Blutzirkulation.
Eine Orange gespickt mit Nelken vertreibt Insekten.
Paprika
Das Nationalgewürz der Ungarn war schon vor 4000 Jahren in Südamerika bekannt. Das Paprikapulver hat ein intensives
süßes-würziges Aroma. Hergestellt wird es aus den roten, getrockneten und gemahlenen Paprikaschoten. Es gibt den milderen edelsüßen, und den schärferen Rosenpaprika.
Er würzt Gulasch, Geflügel, Fisch und Gemüse.
Er wirkt bei Erkältungen und fördert die Verdauung.
Pfeffer
Pfefferkörner kommen aus Madagaskar, Indonesien, Brasilien oder Malaysia, und sind die Früchte einer Kletterpflanze. Es gibt den sehr scharfen, schwarzen, den milderen weißen, und den eingelegten, aromatischen, grünen Pfeffer. Der rosa Pfeffer gehört zu einer anderen Pflanzenfamilie ist süßlich und etwas scharf. Gemahlen wird er für alle pikanten Gerichte verwendet. Als Körner für Marinaden und Bratensoßen.
Wirkt bei Erkältungen, leichten Depressionen, fördert die Konzentration und die Verdauung.
Vanille
Die aus den tropischen Wäldern Mexikos, oder aus Madagaskar kommende Kapselfrucht einer Orchideenart, ist nach dem Trocknen , die Vanilleschote. Sie riecht und schmeckt süßlich und wird verwendet in Pudding, Eis, Kuchen und Liköre, und auch zum Aromatisieren von Zucker.
Wirkt verdauungsfördernd und appetitanregend.
 
Wacholder
Die Reifung der kleinen schwarzen Kügelchen an einem immergrünen Strauch dauert 3 Jahre. Sie werden getrocknet und schmecken süßlich-bitter. Vor allem wir Gin damit aromatisiert , aber man gibt sie auch Sauerkraut, Wildgerichte, Fischsud und Soßen.
Schon von Sebastian Kneipp empfohlen, wegen ihrer entwässernden und blutreinigenden Wirkung bei Gicht und Rheuma. Auch gut gegen Halsentzündungen und Magen-Darm-Beschwerden.
Vorsicht : Nierenkranke und Schwangere sollten darauf verzichten.  
Zimt
Die getrocknete Innenrinde des Zimtbaumes ist die Zimtstange. Seit dem 9. Jahrhundert wird das Gewürz in Europa verwendet, wobei unser Zimt meist aus Sri Lanka kommt. Er ist intensiv duftend und wird als ganze Stange in Punsch oder Glühwein verwendet, oder  gemahlen in Weihnachtsplätzchen, Bratäpfel oder in Kakao.
Wirkt sich günstig aus bei allen rhytmischen Abläufen im Körper, wie Herzschlag, Kreislauf und Atmung, regt die Drüsenfunktion an, hilft bei Magenbeschwerden und dient auch als Beruhigungsmittel.  
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